Der Beginn einer Idee


Es war das Jahr 2009..... Ein schöner warmer Nachmittag im Sommer. Ich setzte mich auf meinen Balkon und beobachtet die Leute, die unten auf der Straße ihrem Leben nachgehen. Ich sehe Menschengruppen die wie Freunde untereinander wirken und verliebte die sich ohne Unterbrechung an den Händen halten und sich zärtlich Küssen. Ungestört vom Krach des rasenmähenden Hausmeisters von gegenüber , sitzen viele Menschen auf der Außenterrasse der Pizzeria und lassen es sich gut gehen.

Mal wieder kommt mir der Gedanke .... und was ist mit dir ? Gehst du auch gleich runter in das Leben und bist ein Teil davon ? Was für ein schöner Sommertag und alles was du tust ist auf dem Balkon sitzen oder vor dem Computer.

Nun überlegte ich also wie so oft.... ist es sinnlos oder nicht. Machst du endlich mal was oder doch nicht. Ich hatte mir schon vor einem Jahr etwas vorgenommen. Ich wollte innerhalb von zwei Jahren etwas erreichen. Das Ziel sollte 2010 sein - die Fußball Weltmeisterschaft. Mit gleichgesinnten zusammen Fußball gucken , ein Bier oder zwei trinken und Spaß haben. Ein Jahr ist seitdem schon vergangen und ich habe noch überhaupt nichts in diese Richtung unternommen. Wie viel davon ist denn jetzt wirklich Wunschdenken und was kannst du wirklich erreichen ? Eigentlich alles und doch auch nichts... alles liegt nur an mir und meinen Gefühlen.

Welche Möglichkeiten bestehen ?


Die erste Möglichkeit etwas wirkliches zu verändern wäre eine Verhaltenstherapie. Sollte ich mich dieser schweren Herausforderung stellen und sie meistern , was dann? Ich müsste mein ganzes Leben umkrempeln etc..... denn wenn ich eine Therapie mache dann sollte sie ja auch langfristig Erfolg haben. Ich muss also meine neu gelernten "sozialen Kompetenzen" auch einsetzen um sie nicht einschlafen zu lassen.

Eine Möglichkeit, aber keine die mich sehr begeistert im Moment....


Arbeitskollegen und Bekannte - eine nähere Verbindung zu denen aufbauen wäre eine andere Möglichkeit. Es kommt schon vor das ich von Arbeitskollegen eingeladen werde. Ist eher seltener aber passiert. Die letzte Einladung die ich von einem Kollegen hatte war nach einem netten Gespräch während der Arbeit. Er sagte " Mensch du musst unbedingt mal einen Samstag bei mir vorbei kommen und deine Tochter mitbringen. Die kann dann mit meinen Kindern spielen und wir trinken gemütlich ein paar Bier und meine Frau kocht was leckeres.....  Ein nettes Angebot von einem netten Kollegen , aber so weit bin ich noch lange nicht. Für mich eine Überwindung ! Und ich könnte ihm noch niemals sagen " Mensch, das war gar nicht so einfach mit zu Überwinden" Wir lägen irgendwie nicht auf einer Wellenlänge dann.


Für mich eine nette Abwechslung aber nicht wirklich eine Perspektive....


Andere Leidensgenossen, andere Sozialphobiker - das wäre auch eine Möglichkeit. Sie sollten eigentlich so ticken wie ich und die selben Ziele verfolgen. Es sollte doch viel weniger Überwindung kosten sich solchen Menschen anzunähern... Doch genau da liegt das Problem wird mir bewusst. Klar haben die meisten Sozialphobiker die gleichen Ziele und auch oft die gleichen Wünsche. Doch es stehen sich dann immer Leute gegenüber die nicht offen auf andere zugehen können und so einen großen Nachteil haben im zusammenfinden zueinander.

Das wäre eine Möglichkeit !


Meine Schlussfolgerung



Der dritte Weg scheint machbar zu sein ..... einen  Kontakt aufbauen, zu anderen Menschen die auch an Sozialer Phobie erkrankt sind. Aus meiner Erfahrung weiß ich jedoch das diese Sache einen Harken hat ! Ich hatte so was schon mal versucht , mit mäßigem Erfolg. Das Problem war , das sich in einer Gruppe Menschen trafen die einerseits stark an ihrer sozialen Phobie litten , jedoch auch welche die eigentlich nur wenige Probleme mit ihr hatten. Die Menschen die stark an ihren Ängsten litten zogen sich zurück und so dominierten die andere Seite. Das erkannte ich nur viel zu spät und so war nach kurzer Zeit schon Schluss mit Unternehmungen und Co. Diese Fehler sollte also nicht wieder passieren !


Es gibt nicht allzu viele Seiten im Internet die das Thema Soziale Phobie behandeln und  den Menschen eine Plattform zu Kommunikation bieten. Ist so eine Seite jedoch gefunden ist sie meistens für den ganzen deutschsprachigen Raum angelegt. Einige Seiten bieten jedoch auch Foren an die nach Bundesländern getrennt sind und versuchen so die Kontaktaufnahme zu Gleichgesinnten, zu erleichtern. Dann gibt es auch Seiten , meistens Selbsthilfegruppen, die eine bestimmte Stadt bzw. Region abdecken. Würde ich also gezielt für den Raum Düsseldorf eine Kommunikationsplattform suchen dann würde ich nichts finden. Die Seite sozphobie bietet ein sehr gutes Forum an in der auch eine Rubrik NRW enthalten ist wo u.a. auch treffen im Raum Düsseldorf stattfinden. Auch bieten einige Seiten Kontaktlisten an, die es einem ermöglichen sollen neue Kontakte zu knüpfen.


Aus diesen und vielen anderen Gründen kam mir dann die Idee einer Seite , speziell für Düsseldorf und Umgebung. Mit den Zielen eine kleine oder auch große Gemeinschaft zu bilden.


Auch wenn es nur eine Vision ist.........